Mozart Requiem

Mozarts Requiem ist unvollendet geblieben. Ein Schüler von Mozart, Franz Xaver Süßmayr, ergänzte das Fehlende. Beim Blick auf die von Mozart komponierten Fragmente entdeckt man ein fragiles Klanggebilde, welches einen faszinierenden Einblick in die Kompositionswelt Mozarts gibt.

Zwischen diese unvollendeten Fragmente des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) setzt der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas (* 1953) sieben Klangräume.

Mit vollkommen anderen kompositorischen Mitteln stellt er immer wieder Zusammenhänge zur Mozart-Komposition her. Seine Musiksprache ist geprägt vom Interesse am sinnlichen Reiz des Klangs und zeichnet sich durch klangliche Experimente aus, die oft unser Tonsystem aufbrechen.

Dem Chor wird dabei ein Text gegeben, der viel mit Mozarts Künstlerlebenssituation im Vorfeld der Requiem-Komposition zu tun hat: Es ist die in strenger Sprache abgefasste Zusage für Mozarts Bewerbung um die unbezahlte Stelle eines Helfers des Kapellmeisters am Stephansdom zu Wien im Mai 1791.

Als Auftragswerk der Internationalen Stiftung Mozarteum erfuhr dieses Werk seine viel beachtete Uraufführung im Jahr 2005.

Stephanie Krug (Sopran); Dominika Hirschler (Alt); Hermann Oswald (Tenor); Tobias Neumann (Bass); Christoph Rodermund (Licht)

Orchester des Lukas-Chores; Lukas-Chor München; Leitung KMD Gerd Kötter